Das Fagott ist ein Holzblasinstrument in der Tenor- und Basslage mit Doppelrohrblatt. Mitte des 17. Jahrhunderts begannen findige Holzblasinstrumentenbauer, das Instrument aus mehreren, getrennten Teilen herzustellen: Dies gilt in der Musikgeschichte als die Geburtsstunde des Fagotts (italienisch fagotto bedeutet „Bündel“).

Die Rolle des Fagotts in der Orchestermusik des 20. Jahrhunderts ist stark geprägt durch den Einsatz des Instruments bei Strawinski, der zu Beginn seines " Le sacre du printemps" ein Fagottsolo in bislang unerhört hoher Lage spielen lässt (bis zum d’’) und auch sonst (in "Der Feuervogel", "Petruschka" oder „Pulcinella“) viele schwierige Stellen komponierte.

Im Klavierkonzert von Maurice Ravel findet sich erstmals ein e’’ in einer hörbaren Solopassage. Ganz in der Tradition seiner älteren Landsleute schrieb auch Schostakowitsch in seiner 9. Sinfonie eine große, hohe und lyrische Fagottkadenz. Das Fagott hat heute auch im Sinfonischen Blasorchester seinen festen Platz.